Refuge Mariailles - Pic Canigou - Cortalets, 1. Tag

 

                  Refuge Mariailles - Pic Canigou - Cortalets

                      http://de.wikiloc.com/wikiloc/view.do?id=4885755

Diese Tour habe ich mit meinem Enkel Anthony (9 Jahre) am 7 + 8 Juli 2013 unternommen.

Für mich war es die 126. Besteigung des Pic Canigou, mit den unterschiedlichsten Routen,

die ich seit 12 Jahren meist mit Urlaubern begangen habe. Wenn Sie bei jeder einzelnen

Tour unter dem ersten Bild den Link anklicken, sehen Sie die Karte und das Höhenprofil der

jeweiligen Tour.

   

  

1. Tag

Start: 8 Uhr

Gehzeit: 6 Std.

Länge: 13,5 Km, Aufstieg: 1118 m, Abstieg: 657 m

Wir folgen der weiß-roten Markierung des GR 10 . Nach ca. 15 Minuten erreichen wir einen

Wildbach, den wir über eine Brücke überqueren. Nun geht es stetig im Wald bergauf zum

Teil über steinigen Pfad; nach weiteren 30 Minuten erreichen wir den Col Vert auf 1856 m.

Nach dem Col Vert wird der Wald lichter. Ginster, Alpenrosen und die Blumenwiesen zeigen

ihre Blütenpracht.

  

  

Nach 1 Std. 15 Minuten erreichen wir den Wildbach Cady, den wir über die glatten Steine

hüpfend überqueren.

  

  

Weiter geht der Pfad mitten durch blühenden Ginster, nach 10 Minuten verlassen wir den

GR 10 und folgen rechts dem Schild Pic Canigou (Markierung gelber Balken). Nach 2 Stunden

seit Abmarsch erreichen wir das Refuge Aragou, 2120 m. Es ist seit dem letzten Jahr wegen

Baufälligkeit geschlossen. Hier ist auch eine Quelle, an der man die Wasserflaschen auffüllen

kann.

  

  

Nach kurzer Rast geht es weiter immer bergauf, an blühendem Ginster vorbei; man überquert

einen Gebirgsbach, danach ist blühender Enzian zu bewundern, der bei meinen Wanderungen

immer um diese Zeit hier steht.

 

   

Jetzt sehen wir zum ersten mal den Pic Canigou. Man trifft noch mal auf eine Quelle, danach

wird es immer steiler und steiniger. Nach 3.30 Stunden erreichen wir die Porteille de

Valmanya, 2591 m.

  

   

Hier geht die Abzweigung rechts hoch zur Crête du Barbet, auf der wir morgen wandern und

hier wieder auf den Pfad zum Abstieg treffen. Anthony fragt immer wieder, wann wir zum

Kamin kommen; er freut sich schon sehr auf die kurze Kletterei von der ich im erzählt habe.

  

  

Nach 15 Minuten über steiniges Gelände haben wir den Kamin erreicht, nun beginnt das

Klettern. Anthony hat keine Probleme und nach 4 Stunden seit Abmarsch stehen wir auf dem

Gipfel des Pic Conigou.

  

  

Es sind etliche Wanderer verschiedener Nationalitäten hier oben. Die meisten von ihnen

lassen sich mit einem Allrad zum Refuge Cortalets hochfahren und wandern noch ca.

2 Stunden zum Gipfel. Die meisten Leute auf dem Gipfel sind heute wieder wie so oft die

Catalanen. Der Canigou ist der heilige Berg der Catalanen und man sagt, dass ihn jeder

Catalane einmal in seinem Leben besteigen sollte.

  

  

Anthony und ich genießen den beeindruckenden Rundumblick auf die Berge bis hin zum

Mittelmeer. Es ist auch eine große Orientierungstafel vorhanden. Nach einer halben Stunde

machen wir uns auf den Abstieg zum Refuge Cortalets 2150 m, wo wir übernachten werden.

  

  

Der Abstieg ist meist sehr steinig, stets ist die Blütenbracht von Ginster, Alpenrosen und

anderen blühenden Blumen zu bewundern. Um 14 Uhr erreichen wir das Refuge.

  

Hier begrüßt uns Thomas, der Hüttenwart. Er spricht sehr gut deutsch und hat vor ein paar

Jahren die Leitung hier übernommen. Um 19.30 Uhr gibt es Nachtessen. Wir sitzen zu neunt

an einem Tisch: ein älterer Herr aus England, ein Lehrer aus Tolouse, zwei junge Franzosen,

eine Frau aus der Nähe von Toulouse sowie ein Paar aus unserer Nachbarschaft Vinnesan.

Es ist sehr interressant, teilweise lustig und amüsant, als jeder von seiner heutigen Tour und

den Erlebnissen erzählt. Mein "kleiner" Enkel erzählt begeistert mit. Kurz vor 22 Uhr ist

schlafen angesagt. Wir übernachten in einem Vier-Bett-Zimmer und schlafen sofort müde

und zufrieden ein.